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Ein Avatar RPG Freeform

Da ich gerade drüben auf Instagram gefragt wurde, ob ich schon einmal das Avatar RPG gespielt hätte: Die Antwort muss sowohl "ja" als auch "nein" lauten. Ich habe das Avatar RPG als absoluter Fan der Serie natürlich schon im ersten Kickstarter gebackt - mit einem viel zu hohem Pledge, wie üblich eben. Inzwischen ist sogar (eine signierte, hui!) Version des deutschen Avatar RPGs bei mir zu Hause. Beste Voraussetzungen eigentlich, um es einmal zu spielen.



Beste Voraussetzungen also, eine Runde Avatar zu spielen. Doch meine regelmäßige Online-Runde, der ich das anbot, wollte lieber noch eine längere Kampagne KULT einschieben. Beides PbtA-Systeme, inhaltlich aber wie Tag und Nacht ...

Entsprechend habe ich noch nie eine echte Avatar Runde gespielt. "Ja" und "Nein" ist die Antwort, keine echte Runde? Was also ist wohl die "unechte" Runde? Dafür muss ich ein bisschen ausholen (ah, immer diese Cliffhanger!):

Wir haben seit dem "Handbuch für die Mythos-Jagd" so ein kleines, regelmäßiges Treffen der Autoren bei mir. Ursprünglich sind wir zusammengekommen, um gemeinsam diesen Band zu schreiben und tatsächlich an nur einem Wochenende praktisch 60 % davon verfasst. Nebenbei gegrillt, gespielt, gequatscht - es war einfach sehr schön.

So schön, dass wir sagten: könnte man doch regelmäßig machen - nur ohne das Schreiben, dafür mit mehr spielen. So haben wir es gemacht und machen es wahrscheinlich auch in Zukunft. Nun kamen also fünf Rollenspielerinnen und Rollenspieler zu Gast zu mir, mein Junior will auch mitspielen und ich habe (natürlich) keine Zeit, irgendetwas vorzubereiten.

Was macht man dann? Natürlich: man delegiert die Arbeit an die Spielenden. Ich habe also ein Freeform in der Welt von Avatar verfasst, mit sechs Figuren, die alle im Zirkus der Unmöglichkeiten einen Anschlag auf die Königin von Ba Sing Se verhindern sollen. Rein zufällig ausgewählte Bürger der Stadt sind es, da der Hofastrologe dies so verfügt hat (böse Zungen im Palast behaupten, er sei der Königin überdrüssig und hoffe, dass einige zufällig gewählte Bürger niemals in der Lage sind, einen Anschlag auf diese zu verhindern).

Unsere Spielenden sind also die ausgewählten Bürger und müssen den noch geschlossenen Zirkus der Unmöglichkeiten auf Gefahren durchsuchen, sodass Ihre Majestät nicht Opfer eines Attentats wird. Ich verrate mal so viel: Es gibt tatsächlich einen unter diesen Bürgern, der wirklich zufällig ausgewählt wurde. Alle anderen ... nun ja. Und dieser eine ist mein Liebling, speziell geschrieben für die famose Julia, die ihn auch großartig spielte.

Unabhängig davon: Natürlich hat jede der Figuren ein eigenes Ziel, dazu ein Nebenziel, sie alle arbeiten halb miteinander halb gegeneinander und es entstand innerhalb von etwa fünf Minuten das gewünschte Chaos. Wir haben etwa vier Stunden gespielt und einen riesigen Spaß gehabt.

Bevor du jetzt neidisch wirst und dich fragst: warum erzählt der hier das alles so lang und breit? Natürlich nur, damit du auch teilhaben kannst an diesem Spaß. Lade dir das Freeform herunter, suche dir sechs Mitspielende, organisiere einen Raum, in dem sich gut intrigante Untergrüppchen bilden können und sieh zu, wie sich das Chaos entwickelt.

Die Playbooks sind übrigens auch für die Figuren definiert, aber keine Werte: Wenn du das Avatar RPG hast, können die Spielenden die Charaktere vollständig generieren und im Zweifel auch eine Würfelprobe machen. Ich meine, könnte ja sein, dass der eine oder die andere etwas machen möchte, was andere nicht so gut finden und verhindern möchten ...


Der-Zirkus-der-Unmöglichkeiten
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