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Studienreise nach China

Montag, 9. Oktober 2006

Es geht relativ früh aus den Federn: um 7:25 fährt der Bus zum Bus zum Flughafen. Eingecheckt und schon bald geht es ab nach Wien, wo ich gegen 12 Uhr ankomme. Der Anschlussflug nach Beijing wird erst um 20:10 abheben, wer will aber so lange auf einem Flughafen sitzen? Ich nicht, also auf in den Zug ins Herz Wiens. Das Handgepäck will ich nicht am Flughafen einschließen. Vor allem weil ich glaube, dass Flughäfen keine Schließfächer haben, wegen all der bösen Terroristen, die dort Bomben hinterlassen könnten. Also fahre ich mit Handgepäck (Laptop, Mittagessen und solches Zeugs) in die Stadt, und suche am Bahnhof nach Schließfächern. Die sind zwar ausgeschildert aber trotzdem nicht leicht zu finden, vor allem, weil es nur etwa 20 sind. Alle natürlich belegt. Das ist nun doch ärgerlich, aber ich bin bekanntlich groß und stark, da kann ich wohl die zwei Taschen (inzwischen nur noch eine, weil ich den Laptop in die andere Tasche mit hinein stecke) und den Mantel durch Wien tragen.

Allerdings hätte ich es mir dann überlegen sollen, ob ich sie wirklich auch gleich auf den Stephansdom hinauf tragen muss. Aber überlegen würde Gehirn voraussetzen, was bei mir leider Mangelware ist. So steige ich also dreihundert Stufen hinauf, da man nur bis in die Türmerkammer kommt ist die Aussicht relativ eingeschränkt. Relativ früh also wieder nach unten, noch einmal 300 Stufen. Der Schweiß läuft mir in Strömen herab, als ich unten ankomme.

Ich ziehe weiter durch die Straßen, genieße Wiens netten Straßen, und setze mich schließlich in den schönen Stadtpark, nachdem ich noch an diversen Sehenswürdigkeiten wie Kapuzinergrüften, Schlössern, Donnerbrunnen, Staatsopern und Kunstakademien vorbei geschlendert bin. Nach einiger Zeit des Sonne-Genießens geht es wieder zurück zum Flughafen, und abends um Viertel nach Acht verlassen wir - inzwischen sind auch die anderen Steinbeisler eingetroffen - Wien. Der erste Eindruck? Es stinkt nach Pferd.

Der Flug ist vor allem beengt. Selten auf einem langen Flug eine solch dichte Bestuhlung erlebt. Ich freue mich schon auf die ersten Thrombosen, während das immerhin ganz ordentliche Flugzeugessen verschlungen wird.

Die Nacht bietet nicht viel Schlaf, und viel zu früh geht die Sonne wieder auf. Sechs Stunden zu früh, um genau zu sein.

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