Die Endabrechnung
Die Sights waren zum großen Teil sehr faszinierend. Der andere Stil der Chinesen gründet wohl darin, daß sie im Gegensatz zu uns Europäern nicht versuchen, in den Himmel zu steigen (siehe unsere tollen Kirchen) sondern vielmehr den Himmel auf die Erde herab holen. Bauwerke wie der Tiantan (Himmelstempel) bestechen einfach durch ihre hohe Symbolik (es ist hilfreich, schon das eine oder andere Semester Sinologie studiert zu haben, oder zumindest Marcel Garnets ,Das chinesische Denken' gelesen zu haben, dann erkennt man noch sehr viel mehr Details) und vor allem durch die Breite der Anlage. Keines der Gebäde war sonderlich hoch, trotzdem fühlte mach sich klein angesichts der Weite der Anlage.Aber nicht nur die Architektur vermag zu überzeugen. Jeder kennt wohl die Landschaftsmalereien der Chinesen. Ihre Wirkung beruht auf der Beseeltheit der Landschaft. Natürlich wirken die runden Berge Chinas schon per se sehr lebendig, aber dies auch noch so genau widerzugeben ist eine Meisterleistung - die leider auch von modernen Chinesen nicht immer erreicht wird.
Diese Beseeltheit wird in den Gärten noch deutlicher. Die Anlagen folgen immer einer Drachenspur: Gerade Linien sind sehr selten, und wenn, dann sicher nicht gedankenlos gezogen, ist doch das Quadratische und Gerade Abbild der Erde. Die Mischung aus Steinwald, Seen, Pflanzen und nicht zu vergessen den Brücken ergibt eine Ganzheit, die den Besucher zu umarmen scheint.
Wenn Du also noch zufällig einen brachliegenden Garten hast, schau Dir doch mal einen Bildband über chinesische Gärten an - oder noch besser, geh nach China und besuch die Originale!
Einen Schlußstrich ziehe ich unter
Die Sights
Die Chinesen
Den Verkehr


