TAG 7

Der Lamatempel, Zeichen der Toleranz der chinesischen Regierung. Dementsprechend herausgeputzt, man könnte meinen, der Tempel trüge mehr Schminke im Gesicht als eine Adlige des Barock. Die Mönche schienen nicht annähernd so gläubig zu sein, wie so mancher Besucher, von denen es wieder Massen gab, war. Nichtsdestotrotz ist der Höhepunkt des Tempels, eine 18 Meter hohe Statue, geschnitzt aus einem einzigen Baumstamm der beachtlichen Umfang gehabt haben muß, mehr als sehenswert. Dem tut auch die Guinness-Book-of-Records Plakette keinen Abbruch.
Direkt neben dem Lamatempel (na gut, eine Straße weiter, aber für Pekinger Verhältnisse ist das durchaus direkt daneben) liegt der Konfutiustempel. Aber sie scheinen doch Welten voneinander entfernt zu sein: Verödet liegt der Tempel da, halb Baustelle, halb Müllhalde, verwittern Steinstelen zusammen mit alten Fahrrädern. Dabei ist die Anlage gerade durch ihre Einfachheit viel bestechender. Eindrucksvoll natürlich die immerhin in einer Halle stehenden Tafeln mit den konfuzianischen Texten. Fast 500 Steinstelen, jede behauen und verziert!


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