TAG 13

Es haben nur die Heizdecken gefehlt, ansonsten war die Kaffeefahrt perfekt. Aber Heizdecken passen auch irgendwie nicht zur aktuellen Witterung.
Erstes Ziel: Die Himmelsleiter, ein Abschnitt der großen Mauer. Anderthalb Stunden haben wir Zeit hinaufzusteigen, uns umzusehen und wieder zurückzukehren. Die einzelnen Stufen sind sehr hoch und steil, mein Mitleid allen Soldaten, die hier regelmäßig patrouillieren mußten.
Wie ein Drache gleitet die Mauer über die Berge, lange sich schlängelnd. Die Berge selbst: Sie steigen nicht empor, sondern wiegen sich nach oben, in langen fließenden Wellenbewegungen, ganz bewachsen mit Büschen und Bäumen, nur vereinzelt taucht ein Fels aus den Grünschattierungen auf.
Weiterfahrt nach Badaling, der berühmteste Abschnitt der großen Mauer. Daher sieht man auch nicht sehr viel von der Mauer, nur ab und an mal ein Stück zwischen den vielen Ständen. Überall gibt es T-Shirts, Plastikdrachen und -buddhas, auch die Eisgetränke fehlen nicht. Lang lebe der Konsum!
Weiterfahrt zu den Minggräbern: Der erste Eindruck entspricht Badaling. Die Hauptfrage: Wo ist der Eingang? Nach einiger Zeit ist er gefunden, wir werden durch die letzten Kaisergräber hindurch bewegt (selbständiges Gehen war nicht nötig, die Masse der Chinesen erledigte das gerne für einen). Mit Mühe habe ich einen der Steinsarkophage gesehen.
Weiterfahrt zu einem Pekinger Freizeitpark. Nein, das wollen wir uns heute und nach dem doch recht langen bisherigen Programm nicht auch noch antun. Lieber setzen wir uns davor in eine kleine Teepagode.


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