TAG 1

Der Taxifahrer gibt sich reichlich Mühe, uns schnell durch den Pekinger Verkehr zu bringen. Wenn irgendwo 10 cm Platz sind, dann paßt sein Auto noch ohne weiteres rein. Weiterhin kann man davon ausgehen, daß kein anderes Auto vorfahrtberechtigt ist. Schon gar nicht, wenn die eigene Ampel rot zeigt. Außerdem ist gegen einen kleinen Zwischenstop auf dem Zubringer nichts einzuwenden, wenn man mal kurz das Gepäck im Kofferraum zurechtrücken will. Am Ende der Fahrt wird dann abkassiert. Da wir westlich aussehen, nicht zu knapp, der ausgeschriebene Preis ist eben nur ein Anhaltspunkt. Es kommt zu einer interessanten Diskussion am Straßenrand, dabei führt unser Chauffeur und einheimische Bräuche vor: Spucken. Eine alte Dame am Wegesrand hat aber offensichtlich mehr Übung: Sie braucht kein Taschentuch und spuckt auch nicht, entledigt sich ihres Schleimes aber trotzdem mit Leichtigkeit. Die Diskussion endet schließlich, und wir zahlen nur ein Drittel des ursprünglich geforderten Preises.

Ganze drei Angestellte kümmern sich um uns. Die erste übersetzt unser chinesisch/englisch Gemisch ins Chinesische. Die zweite hört ihr zu und erklärt dann der dritten, was diese machen soll. Danach lachen alle drei.


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