TAG 4

Ein Wort zu den morgendlichen Übungen im Park: Hier wird wirklich alles betrieben: Natürlich das unvermeidbare Tai Chi, in allen möglichen Variationen. Besonders sehenswert die Schwertformen, zum Mitmachen eignen sich aber doch zuerst einmal die einfacheren Formen. Daneben wird Tango getanzt, mit lauter Musik natürlich. Das stört die Gymnastikgruppe, die sich gerade geschlossen in den Ohren bohrt, überhaupt nicht. Ein Lastwagen fährt durch die Massen, ja, hier wird schon früh gearbeitet. Das stört nicht einmal die Badmintonspieler, genauso wenig die Oma, die gerade an einem Ast hängt und heftig von links nach rechts schaukelt, während ihr Gatte einen Urschrei abläßt. Unbeeindruckt davon ziehen in ferner Höhe die ersten Drachen durch den Wind. Keiner stört sich an dem, was der andere macht; bei diesem Anblick könnte man wahrlich meinen, die Chinesen seien ein harmonisches Volk.

Am Abend sind wir nach einem eher verworrenen Tag in eine Aufführung der Pekingoper gegangen. Es war eindeutig eine westlich überarbeitete Oper, die knapp über eine Stunde dauerte (zum Vergleich: klassische Opern dauern teilweise vier und mehr Stunden). Auch wurde auf diese herrliche chinesische "wir schlagen auf alles, was dröhnt" - Musik verzichtet. Aber die (natürlich auch nicht traditionellen) Special Effects waren gut.

Chinesen können überall schlafen: In Unterführungen (der Gestank dort hat allerdings eine betäubende Wirkung), auf Baustellen, in Rohren, auf den Fahrrädern - die Siesta ist den Chinesen heilig!


T o p i c T a g
Alles 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
Sights 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10   12 13   15 16 17 18 19   21   23 24
Chinesen 1 2 3 4 5 6     9 10 11   13   15 16 17       21 22 23 24
Merkwürdiges 1   3           9         14       18   19 21      
Verkehr 1   3     6 7 8     11 12     15           21      
Wetter 1 2 3           9     12       16       20        
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