TAG 21
Das Wetter hat sich gebessert, also ab in die Duftenden Berge, die früher eigentlich fast ausschließlich den Kadern und ihren Begleitungen zur Verfügung standen. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert (Rollstühle sind für das bergige Terrain nicht unbedingt geeignet) und so konnten auch wir in den Genuß kommen. Doch zunächst galt es wieder eine dieser hohlen Gassen zu durchqueren. Nicht der Tell drohte uns, sondern die Touristenläden rechts und links, die hier allerdings weniger bunt und gehobenerer Standart waren. Außerdem gab es sehr viele Waffenläden, und das versöhnt einen Verrückten wie mich doch etwas.
Die Duftenden Berge selbst sind leider für einen Tag viel zu groß. Wir beschränkten uns auf die Major Sights: Einerseits der Azur-Wolken-Tempel, der sich aus einer ansprechenden Parkanlage erhebt, und auf dessen oberster Plattform man einen schönen Blick über die waldbedeckten Hänge einerseits und drohend aufgereihte Wolkenkratzerarmee Pekings andererseits hat, und andererseits den Tempel der Klarheit, der durch den wirklich vollen Karpfenteich, in dem die Farben nur so durcheinander schwammen, und eine Ausstellung von Glasmalereien mit Portraits von Chinesischen Kaisern von der Tang- bis zur Qingdynastie bestach.
Beim Abendessen habe ich die Bedienung mit einem 50 Yuan (ca. 10 DM) - Schein geschockt. Sie mußte erst mal durch den halben Ort laufen, um das Wechselgeld zusammen zu bekommen. Währenddessen hat mir der Mitbesitzer (?) oder Stammgast einen Schnaps (er nannte es Whiskey, Charlotte meinte, es schmecke wie Wodka und Lydia hielt es für Kirschwasser) ausgegeben. Es war der gute 56%, aber immerhin habe ich den Westen nicht blamiert, sondern den Becher ohne eine Miene zu verziehen getrunken. Aber warm wurde es da einem...
Chinesen und die Bauarbeit hat man ja schon zur genüge gesehen, aber wie sie Telefonleitungen strammziehen, war doch ein Bild für Götter: Etwa dreißig Soldaten (die werden öfters zu Bauarbeiten herangezogen, könnte man mal in Deutschland einführen) zogen mit all ihrer Kraft in langer Reihe an dieser einen Strippe, während zwei auf dem Pfosten saßen und das Kabel befestigten.
Die Minibusse kommen besonders schnell voran. Nicht nur, weil sie sich besser durch den Verkehr zwängen können, sondern auch, weil sie manchmal Abkürzungen nehmen. Wenn niemand an einer bestimmten Haltestelle aussteigen will (höflicherweise fragt man vorher noch kurz), dann nimmt man einfach die engsten Hintergassen, durch die man eigentlich gar nicht mehr so richtig hindurch paßt.
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| Alles | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |
| Sights | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 12 | 13 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 21 | 23 | 24 | ||||
| Chinesen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 9 | 10 | 11 | 13 | 15 | 16 | 17 | 21 | 22 | 23 | 24 | |||||||
| Merkwürdiges | 1 | 3 | 9 | 14 | 18 | 19 | 21 | |||||||||||||||||
| Verkehr | 1 | 3 | 6 | 7 | 8 | 11 | 12 | 15 | 21 | |||||||||||||||
| Wetter | 1 | 2 | 3 | 9 | 12 | 16 | 20 |


