
Karate
| Überblick: | |
|---|---|
| Ursprung: | Japan |
| Waffe: | keine |
| mein Grad: | 1.
Dan (schwarz) |
Das Karate ist eine der am weitesten verbreiteten Kampfsportarten in Deutschland. Die meisten Vereine sind dabei dem DKV (Deutschen Karate Verbund) angeschlossen. Auch ich habe im DKV angefangen, damals in der Hochrhein Karateschule Küssaberg. Inzwischen bin ich nicht mehr im DKV, sondern im IMAF (International Martial Arts Federation). Meines Erachtens wird hier die Kampfkunst nicht so sehr versportlicht wie im DKV. Vielmehr wird auch über den Tellerrand hinaus geschaut: So werden z.B. auch Würfe integriert.
Im Karate gibt es drei Teilbereiche, die alle etwa gleich wichtig sind:
- Kihon (Grundschule)
- Kata (Form)
- Kumite (Kampf)
Kihon (Grundschule)
Das Kihon umfasst die klassischen Techniken des Karates, also Blöcke (Uke), Fauststösse (Tsuki) und Tritte (Geri). Die unterschiedlichen Techniken werden sehr genau ausgeführt, man trainiert die richtige Spannung des ganzen Körpers, festes Stehen, Koordination, Schnellkraft und Gleichgewichtssinn.
Kata (Form)
Eine Kata (es gibt verschiedene) ist ein festgelegter Ablauf von Techniken. Man kämpft sozusagen gegen mehrere imaginäre Gegner. Diese Gegner werden also nur vorgestellt, der Karateka führt eine Kata also in aller Regel allein vor. Diese Disziplin hat einen hohen ästhetischen Wert.
Besondere Formen sind Synchronkatas, bei denen mehrere Kartekas gleichzeitig und nach Möglichkeit auch synchron die gleiche Kata aufführen, und Bunkai (Anwendung), bei der ein Partner den imaginären Angreifer darstellt, der Angreifer also real wird.
Kumite (Kampf)
Das Kumite ist die Anwendung des Karates. Da ein trainierter Karateka einem Gegner gefährliche Verletzungen beibringen kann, wird der Partner auch beim Kampf nicht getroffen. Die Techniken werden kurz vor dem Körper des Partners gestoppt. Um dieses Stoppen zu üben, wird bei Anfängern zunächst das Kihonkumite geübt. Dabei wird der Abstand genau bemessen, und es ist auch festgelegt, wer und wie er angreift, ebenso wie die Schläge oder Tritte abgewehrt werden. Die nächste Stufe ist dann der Kampf aus der freien Bewegung, allerdings immer noch mir angesagten Techniken. Der Angreifer sagt also die Technik an, die er ausführen wird, und der Verteidiger kann sich darauf vorbereiten. Randori ist schliesslich eine sehr lockeres Kumite, bei dem mehr spielerisch und experimentell, aber ohne Kraft vorgegangen wird. Durch diesen langen Lernprozess ist gesichert, dass man den Abstand zum Partner sehr gut einschätzen kann.
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